Mein Wille geschehe: Das Seniorenamt Regensburg informiert über Betreuung und Vorsorge

Man verdrängt es gerne, aber jeder kann durch einen Unfall, Krankheit oder einfach mit steigendem Alter in die Lage kommen, in der man wichtige Angelegenheiten nicht mehr eigenständig regeln kann. Deshalb ist eine frühzeitige Vorsorge wichtig. Bei dem Erstellen von Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung informieren die beiden ehrenamtlich engangierten Damen des Treffpunkt Seniorenbüro gerne.


Die Vorsorge-Expertinnen Rita Neukirch und Annemarie Röslmeier

„Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich mir um das Thema Vorsorge Gedanken machen muss.“ Diesen Satz hören Rita Neukirch und Annemarie Röslmeier häufig von Menschen, die zum Informationsgespräch vorbei kommen. Hier müssen die beiden Damen aber gleich einhaken: „Sich um die Vorsorge zu kümmern ist keine Frage des Alters! Jeder – ob jung oder alt - kann in eine Situation gelangen, in der es nicht mehr möglich ist, eigene Entscheidungen zu treffen“, wissen die Vorsorge-Expertinnen des Treffpunkt Seniorenbüro. Ihre Mission ist es, in Gesprächen zu den Themen Patientenverfügung, Vollmacht zur Vorsorge und Betreuungsverfügung aufzuklären und zu informieren. Denn auch über schwierige Fragen müsse gesprochen werden: „Was geschieht, wenn ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin? Wer verwaltet mein Vermögen, wenn ich es nicht mehr kann? Und wer organisiert im Notfall die Unterbringung im Pflegeheim? – Dies sind nur einige der Fragen, deren Antworten man zu Papier bringen sollte“, so Annemarie Röslmeier.

 

Denn was viele gar nicht wissen: Auch direkte Angehörige wie Ehepartner, Eltern oder Kinder sind keineswegs automatisch berechtigt, im Fall der Fälle wichtige Entscheidungen für einen selbst zu treffen. In der Regel wird dies einer vom Betreuungsgericht bestimmten Person überlassen. Diese sind zwar gerichtlich überprüft und vertrauenswürdig, sie sind jedoch nicht mit den jeweiligen persönlichen Vorstellungen vertraut.

„Die bessere Alternative ist deshalb das Anfertigen einer entsprechenden Verfügung, in der ein gesetzlicher Vertreter bestimmt wird, den man in der Regel sehr gut kennt und dem man vertraut,“ sagt Rita Neukirch. Die beiden Expertinnen helfen dann bei der Gestaltung und Formulierung einer Vollmacht, weisen auf die Grenzen einer Patientenverfügung hin und geben Hilfestellung, diese den eigenen Wünschen entsprechend aufzusetzen. „Jedes unserer Beratungsgespräche läuft dabei individuell ab, denn jeder Mensch hat andere Sichtweisen, die es zu benennen und festzuhalten gilt. In jedem Fall muss eine juristisch einwandfreie Ausführung sichergestellt werden,“ betont Annemarie Röslmeier und rät die Dokumente bei der Betreuungsstelle der Stadt Regensburg beglaubigen zu lassen.

Wer sich vorab schon mal informieren möchte, dem empfehlen die beiden netten Damen wärmsten die Infobroschüre vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz. „Sie ist sehr übersichtlich und ausführlich.“ In der Broschüre „Vorsorge für Unfall, Krankeit, Alter durch Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung“ (C. H. Beck Verlag) erhält man alle Verfügungen und sogar eine Karte für den Geldbeutel, auf der man das Nötigste für den Notfall festhalten kann.

 

Am besten vereinbaren Sie einfach einen Termin und informieren sich dann über alles Weitere. Zur Unterstützung der beiden Expertinnen werden übrigens noch weitere Ehrenamtliche gesucht. Sie haben Interesse? Dann freuen sich die Mitarbeiter des Seniorenamts über einen Anruf von Ihnen!

 

Kontakt:

Seniorenamt Regensburg

Susanne Lippert

Telefon: 0941/507-2543

Die Beratung ist kostenlos.


Stadtmagazin Landshut Regensburg