Fun ohne Ende - 7 Trendsportarten im Check

Immer wieder mal was Neues auszuprobieren gilt nicht nur für die Speisekarte beim Lieblingsitaliener um die Ecke. Wir haben ein paar der angesagtesten Fun-Sportarten für Sie raus gepickt, die Sie heuer unbedingt testen sollten. Aber Vorsicht: Die haben Suchtpotential!


Quelle: BLOB Germany

Longboarding – Surfen auf dem Asphalt

Länger, breiter, bequemer - Skateboards sind total angesagt und kommen heute in der XXL-Version daher. Dabei rollen nicht nur pubertierende Jungs lässig auf ihren Longboards durch die Städte, nein auch erwachsene Männer! Schließlich eignen sie sich bestens zum schnellen Semmeln holen oder um den Nachwuchs ganz bequem zum Kindergarten zu chauffieren. Und fahren kann sie eigentlich jeder. Wer schon sicher auf dem Deck steht und das Pushen gut beherrscht, der wagt sich möglicherweise ans Freeriden, bevor er dann den Schritt zum Downhill wagt. Und Dancen ist natürlich auch noch drin. Sie verstehen nur Bahnhof? Dann verpassen wir Ihnen nun einen kleinen Theorie-Crash-Kurs...

Die ersten Longboards hat es schon in den 1950er Jahren gegeben. Tatsächlich waren es die Surfer aus Kalifornien, die für die kalte Jahreszeit eine Alternative jenseits der Wellen suchten. Sie sind mit 90 bis 150 Zentimetern länger als die üblichen Skateboards. Damit stabiler und weniger wackelig. Das macht sie auch für Einsteiger interessant. Günstige Bretter gibt es dabei schon ab 60 bis 80 Euro. Im Fachgeschäft kostet ein Einsteiger-Modell um die 130 Euro.

Ach, ja: Damit Sie mitreden können, wenn es um Longboards geht: Das Brett wird Deck genannt. Cruisen ist das lässige Fahren. Pushen meint Schwung holen oder Abstoßen. Freeriden ist schnelles Fahren auf abschüssigen Straßen. Downhill wagen sich Mutige: Es geht um maximale Geschwindigkeiten und steile Bergstraßen. Und Dancen steht für Tricks auf dem Brett.


Paddeln im Stehen – Die SUP-Welle kommt

Immer mehr zum absoluten Trendsport gemausert, hat sich auch das Stand Up Paddling, kurz: SUP. Eine wirklich schöne, sportliche Alternative für alle Boardsportler, denn die wenigen, richtig guten Surfplätze in den Städten oder stadtnahen Gebieten sind ja doch meist überfüllt. Beim SUP können nun alle heimischen Seen und Flüsse im Sturm (oder doch besser: bei schönem Wetter) erobert werden.

Aufrecht stehend paddeln: Was sich nach einer Mischung aus Kanufahren und Surfen anhört, fühlt sich auch ziemlich genau danach an. Nur irgendwie besser. Die ersten Versuche gestalten sich zunächst vielleicht noch etwas wackelig. Der Sport gilt aber grundsätzlich als leicht erlernbar, trainiert den ganzen Körper und kann auf allen Wasseroberflächen von Sportlern jeden Alters und jeden Könnens ausgeführt werden.

Nicht seitwärts, wie auf einem Snowboard, sondern mit beiden Füßen in Fahrtrichtung steht man mittig auf dem Brett und versucht, im Gleichgewicht zu bleiben. Ein paar kräftige Paddelschläge mit dem gut 2,50 m langen Paddel - das Board kommt sofort ins Gleiten und mit ein paar einfachen Steuerbewegungen lässt es sich auch erstaunlich gut manövrieren. Kurzum: SUP ist absolut empfehlenswert für jeden, der sich gerne auf, am oder im Wasser bewegt und auf sehr sanfte, aber doch sportliche Art und Weise die heimischen Gewässer neu kennenlernen möchte, echtes Surf-Feeling inklusive!


Das härteste Workout der Welt: Crossfit!

Sie wollen sich quälen wie ein US-Marine? Dann ist Crossfit genau richtig: Die Crossfit Workouts sind hierzulande Top-Trend! Aus den USA zu uns nach Europa herüber geschwappt, gilt es als das härteste Training der Welt. Die Intensität, mit der der eigene Körper beim Crossfit malträtiert wird, würde posende Studio-Bodybuilder vor Anstrengung platzen lassen. Das Ziel lautet nämlich: nicht nur hochwertiges Muskelaufbautraining sondern auch Koordination, Geschwindigkeit, Schnellkraft, Maximalkraft, Kraftausdauer und Flexibilität verbessern. Trainiert wird in kleinen Gruppen, immer unter Aufsicht von erfahrenen Trainern. Eine normale Trainingseinheit dauert ein Stunde. Sie umfasst in der Regel ein gemeinsames Warm up, einen Technik- oder Kraftteil und das gemeinsame „Workout of the day“ (WOD). Das „WOD“ ist dabei das Herzstück einer jeden Trainingseinheit. Es werden verschiedene Übungen in einer vorgegebenen Zeit oder Rundenanzahl „abgearbeitet“. Soweit die harten Fakten. Aber CrossFit ist vor allem eines: anders! CrossFit ist fordern! CrossFit liefert echte Resultate und muss man erleben!


Bodycross: Mach den Hampelmann!

Oft genug kommen Fitnesstrends aus den USA. Doch nun sorgt ein Trend Made in Bavaria für Furore: BodyCross, ein effektives Ganzkörpertraining ohne komplizierte Geräte. Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit werden zumeist mit dem eigenen Körpergewicht trainiert: Liegestütz, Kniebeuge oder Hampelmänner – wer in eine BodyCross-Stunde geht, macht Übungen, die er schon aus dem Schulsport kennt. Doch statt einfach 20 Einheiten zu absolvieren und daran vielleicht mangels Kondition zu scheitern, arbeiten BodyCross-Trainer nur mit Zeitangaben. Somit kann der Anfänger die Übung genauso gut mitmachen wie der Fortgeschrittene. Für manche Übungen werden jedoch auch Hilfsmitteln hinzugenommen, wie zum Beispiel ein Springseil, eine Langhantelstange oder ein ausrangierter Autoreifen, der auf den Boden geprellt und wieder hoch gehievt wird. Berüchtigt und gefürchtet sind die sogenannten Burpees: in den Liegestütz springen und wieder in die Höhe hüpfen. BodyCross-Trainer spielen bei dieser Übung gerne den Song "Roxanne" von The Police. Wer einmal ausprobiert hat, jedes mal, wenn Sting "Roxanne" singt, einen Burpee zu machen, weiß, was bleierne Schwere ist. Das klingt anstrengend – ist es auch - macht aber großen Spaß. Vor allem zusammen mit anderen.


Blobbing – Ein Riesenspaß für den Sommer!

Diese Gaudi sollte man sich echt nicht entgehen lassen: Blobbing kann wohl am treffendsten mit „Platschen“ übersetzt werden. Dabei benötigt man zunächst einmal den Blob, einen mit Luft gefüllten Gummischlauch, der auf einer Wasserfläche schwimmt. An einem Ende des Blobs befindet sich ein Sprungturm, am anderen Ende sitzt der Blobber. Nun springt ein „Jumper“ vom Turm und katapultiert so den Blobber ins Wasser. Das Ganze ist nicht nur ein Wahnsinnsspaß, sondern wird auch als Wettkampf ausgetragen. Ziel ist es, so hoch wie möglich in die Luft zu fliegen und dabei akrobatische Sprungfiguren zur Schau zu stellen, die von einer Jury bewertet werden. Und damit sich keiner weh tut, gibt es beim Blobbing einige Sicherheitsvorkehrungen. Denn jeder, der schon mal im Freibad beim Sprung vom Dreier einen ordentlichen Bauchklatscher hingelegt hat, weiß, wie schmerzhaft das Ganze sein kann. Helm und Schwimmweste sind beim Blobbing daher Pflicht. Um Verletzungen beim Sprung in zu flaches Gewässer zu vermeiden, darf der Blob auch nur an Stellen mit mindestens zweieinhalb bis drei Metern Wassertiefe aufgestellt werden. Wer sich einmal selbst auf den Blob wagen möchte, der findet auf der Internetseite blob-tour.de Informationen über Blobspots in Deutschland.


Zum Sixpack mit Body Pump

Da kommen selbst trainierte Sportler ganz schön ins Schwitzen: Body Pump ist ein Fitnessprogramm, mit dem man schnell abnehmen und zugleich ordentlich Muskelaufbau betreiben kann. Wir möchten Ihnen aber nichts vormachen, der Name ist definitiv Programm: Bei diesem Workout wird gepumpt ohne Ende! Doch dank des speziellen Pepp kommt beim Body Pump dennoch keine Langeweile auf. Das Training findet in Gruppen, speziellen Classes, statt und wird von einem anpeitschenden Instruktor, inklusive rhythmischer Musik und mitreißender Choreographie, geleitet. Somit ist für ausreichend Motivation und Fun gesorgt. Die Langhantel spielt die zentrale Rolle bei den Übungen. Sie wird mal langsam nach oben gestemmt, mal schnell zur Brust gezogen. Die Erfinder sprechen von einem Verbrauch von bis zu 400 Kilokalorien pro Übungsstunde. Vor allem wer bislang wenig Spaß an Sport oder Abnehmen gefunden hat, könnte in Body Pump das passende Workout gefunden haben. Übrigens: In den Fitness Studios werden mittlerweile neben dem klassischen Ganzkörpertraining auch spezielle Kurse für Problemzonen wie z.B. Rücken, Brust, Bauch oder Beine angeboten.


EMS – Muskeln aus der Steckdose!

Schlank, stark und fit – und das mit nur 20 Minuten Sport pro Woche! Das Geheimnis dahinter heißt elektrische Muskelstimulation, kurz EMS, und das Konzept boomt! EMS kommt ursprünglich aus dem Reha-Bereich. Seit über 50 Jahren wird Strom in der Physiotherapie für den gezielten Aufbau von Muskeln eingesetzt, zum Beispiel um nach einer Knie-OP die schwache Muskulatur schneller zu stärken. Auch viele Profisportler nutzen EMS als Trainingsergänzung, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Für die Elektrostimulation schlüpft der Sportler in eine spezielle Funktionswäsche und zieht darüber eine Weste, die mit Elektroden bestückt ist. An Armen, Beinen und Po werden zusätzlich Elektroden angebracht. Das Besondere: Das gesamte Outfit ist leicht feucht, damit der Strom optimal geleitet werden kann. Die Elektroden sind mit einer Station verbunden, an der der Trainer die Stromzufuhr für die einzelnen Muskelgruppen regeln kann. Über gezielte Stromstöße wird die natürliche Kontraktion der Muskeln verstärkt. Dadurch wird die Anstrengung erhöht, ohne dass man selbst Kraft anwenden muss.


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