Starke Knochen: So beugen Sie Osteoporose vor

Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung in Deutschland. Rund 400.000 Knochenbrüche an Unterarm, Schenkelhals oder Wirbelsäule pro Jahr sind auf den Knochenschwund zurückzuführen. Die stille Krankheit ist besonders gefährlich, da sie meist erst nach dem ersten Knochenbruch diagnostiziert wird. Dabei kann jeder selbst etwas dagegen tun: Mit einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und dem Vermeiden von einigen Risikofaktoren können Sie einer Osteoporose wirkungsvoll vorbeugen.


Quelle: djd/www.osteoporose.de

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, die die Knochen porös und brüchig macht. Der Grund: ein gestörter Knochenstoffwechsel. Die Knochenmasse verringert sich viel schneller als normal. Daher haben Osteoporose-Patienten ein höheres Risiko, bei Stürzen oder im Zusammenhang mit alltäglichen Tätigkeiten (wie z.B. Heben oder Tragen) einen Knochenbruch zu erleiden. Besonders betroffen dabei sind Wirbelkörper, Hüfte und Unterarm, doch auch die Schmerzen rauben die Lebensqualität.

 

 

Wer ist besonders gefährdet?

Allgemeine Risikofaktoren

  • Alter: Das Risiko für eine Osteoporose steigt mit dem Alter deutlich an

  • Geschlecht: Frauen sind häufiger bzw. in einem früheren Lebensalter betroffen als Männer

  • Bestehende Knochenbrüche nach dem 50. Lebensjahr

  • Oberschenkelhalsbrüche der Eltern

  • Unzureichende Versorgung mit Kalzium bzw. Vitamin D über die Ernährung

  • Untergewicht, etwa ab einem Body-Mass-Index (BMI) unter 20, das hat z. B. eine Frau die 58 kg schwer und 1,70 m groß ist. Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht: (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

  • Übermäßiger Alkoholkonsum (bei Frauen mehr als 20 g Alkohol pro Tag, entsprechend ca. 0,5 l Bier oder 0,25 l Wein)

  • Unzureichende körperliche Aktivität

  • Nikotinkonsum


 Osteoporose kann auch durch folgende Grunderkrankungen ausgelöst werden:

  • Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion)

  • Diabetes

  • Tumorerkrankungen

  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

  • eine gestörte Magen-/ Darmfunktion

  • Lebererkrankungen

  • eine eingeschränkte Nierenfunktion

  • Magersucht

  • Epilepsie

  • rheumatoide Arthritis

 

 

Wie wird Osteoporose erkannt?

Eine verminderte Knochendichte verursacht zunächst keine Beschwerden. Erste Anzeichen können akute Rückenschmerzen sein, außerdem werden Osteoporose-Patienten mit der Zeit kleiner und entwickeln vermehrt einen Buckel. Aufschluss über eine mögliche Osteoporose-Erkrankung gibt eine Knochendichtemessung mittels DXA. Typischerweise wird die Untersuchung an der Lendenwirbelsäule oder dem Oberschenkelknochen durchgeführt, da die Osteoporose dort besonders früh zu erkennen ist und der Verlauf der Erkrankung gut beurteilt werden kann. Krankenkassen übernehmen die Kosten der Knochendichtemessung, wenn die Ursache für einen erlittenen Knochen- oder Wirbelbruch unklar ist oder wenn anderweitig ein begründeter Verdacht auf eine Osteoporose besteht.

 

 

 

Wie kann ich mich vor Osteoporose schützen?

  • Vermeiden Sie Untergewicht!

  • Nehmen Sie täglich ca. 1000 mg Kalzium zu sich, z.B. über den Verzehr von Milchprodukten oder von kalziumreichen Mineralwässern. Vermeiden Sie aber mehr als 1500mg Kalzium pro Tag!

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Folsäure!

  • Verzichten Sie Ihren Knochen zuliebe auf Nikotin!

  • Trainieren Sie Ihre Muskelkraft und Balance!

  • Betreiben Sie Sturzvorbereitung im Alltag. Stolperfallen sowie Seh- und Gehbehinderungen können das Sturzrisiko unnötig erhöhen!

  • Bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde im Freien. Sonnenlicht hilft das für Knochen wichtige Vitamin D zu bilden!

  • Vermeiden Sie phosphatreiche Lebensmittel wie Schmelzkäse, Fleisch oder Softdrinks. Durch den hohen Phosphatgehalt sind sie regelrechte „Kalziumräuber“!

 

EMS-Training als Prophylaxe bei Osteoporose und Stürzen

Muskeltraining ist eines der wirkungsvollsten Mittel, um Osteoporose vorzubeugen. Beim EMS-Training finden in jeder Trainingseinheit in nur 20 Minuten bis zu 200 Kontraktionen aller Skelettmuskeln statt. Dabei entstehen Zugkräfte, welche die Knochendichte und Mineralisierung fördern. So ist EMS-Training eine grandiose Möglichkeit, einer Osteoporose entgegenzuwirken und sich vor Stürzen zu schützen.

 

 

 

Quellen: Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., Kuratorium Knochengesundheit e.V., AOK, www.osteoporose.de


Stadtmagazin Landshut Regensburg