Urlaubszeit ist Einbruchszeit - So schützen Sie Ihr Eigenheim

Endlich Urlaub! Mit den Füßen im Sand und einem Drink in der Hand beginnt für viele jetzt die schönste Zeit des Jahres. Aber Urlaubszeit ist leider auch Einbruchszeit: Viele Langfinger nutzen die Chance, in unbewohnte Häuser und Wohnungen einzusteigen. Damit auf Sie bei der Rückkehr aus dem Urlaub kein böses Erwachen wartet, haben wir die besten Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihr Zuhause vor einem Einbruch schützen können.


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Mehr Geld vom Staat für den Einbruchschutz

Auch in diesem Jahr können Bürger bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss für Einbruchschutzmaßnahmen beantragen. Für das Jahr 2017 stehen 50 Millionen Euro extra für Einbruchschutzmaßnahmen zur Verfügung – fünf Mal so viel wie im Vorjahr. Damit fördert die KfW den Einbau einbruchssichernder Maßnahmen im Rahmen ihrer Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“. Direkte Zuschüsse gibt es für Maßnahmen wie einbruchhemmende Türen und Fenster, Alarmanlagen sowie Beleuchtungs- und Zugangskontrollsysteme. Die Höhe dieser Förderung liegt zwischen 200 und maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit für Material und Handwerkerkosten, abhängig von der Investitionssumme. Seit Beginn dieses Jahres können private Eigentümer und Mieter entsprechende Anträge einfach online im KfW-Portal einreichen.


Effektiver Einbruchschutz fängt bei einfachen Verhaltensregeln an: Gekippte Fenster und Terrassentüren sind eine Einladung für Diebe und sollten deshalb geschlossen werden. Auch bei der Wohnungstür gilt: nicht nur ins Schloss fallen lassen, sondern zusätzlich absperren, das erschwert Einbruchversuche deutlich.


Anwesenheit signalisieren, auch im Urlaub: Lassen Sie den Briefkasten regelmäßig von Bekannten oder Freunden leeren und bitten Sie jemanden die Blumen zu gießen. Mithilfe von Zeitschaltuhren können Sie Rollläden morgens und abends hinauf- und hinunterfahren oder aber auch das Licht an- und ausschalten. Auf keinen Fall sollten Sie Zettel an der Haustür oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, die auf Ihre Abwesenheit hindeuten.


Nachbarschaftshilfe leisten: Eine aufmerksame Nachbarschaft ist Gold wert, das zeigen die Erfahrungen der Polizei. Informieren Sie deshalb immer Ihre Nachbarn, wenn Sie für längere Zeit verreisen und teilen Sie ihnen auch Ihre Urlaubsadresse mit, damit diese Sie im Fall der Fälle erreichen können.


Mechanischer Einbruchschutz: Natürlich lassen sich professionelle Ganoven nicht allein durch geschlossene Fenster und Türen aufhalten. Ungesichert können sie diese in sekundenschnelle öffnen. Türspion, verstärkter Schließzylinder, Sperrbügel als Türspaltsicherung, Sicherheitsbeschläge an Türen und Fenstern sowie Gitterabsicherungen für Kellerfenster oder Lichtschächte sollten daher zum Standard gehören.


Elektronische Sicherheitssysteme: Diese haben den Vorteil, dass sie Einbrechern die Zeit nehmen, am Objekt unentdeckt aktiv zu werden. Schon ein gut beleuchtetes Grundstück macht keinen besonders einladenden Eindruck. Noch besser ist Lärm, der durch funkgesteuerte Alarmsysteme mit Bewegungsmeldern ausgelöst wird. Eine damit verbundene Telefonmeldung an die Polizei oder einen Sicherheitsdienst macht den Schutz vor Einbrüchen perfekt.

 

Quellen: Polizeiliche Kriminalprävention, www.nicht-bei-mir.de


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