Mit Erfahrung punkten: Weiterbildung für Best Ager

„Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“, so lautet ein chinesisches Sprichwort. Wer dem Trugschluss unterliegt, nach Schule, Ausbildung oder Studium sei der Lernprozess für das gesamte Leben abgeschlossen, der wird es in der heutigen wissensbasierten Welt schwer haben. Denn Fakt ist, lebenslanges Lernen ist mehr als nur ein modisches Schlagwort. Besonders für die Generation 45plus ist kontinuierliche Weiterbildung heute einer der wichtigsten Schlüssel für Erfolg – beruflich ebenso wie privat.


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Lernen lohnt sich

Bildung ist eine Investition in die Zukunft – und zwar generationenübergreifend. Wer up-to-date bleibt und beispielsweise den Umgang mit den neuen Technologien sicher beherrscht, kann davon nicht nur privat profitieren. Gerade für ältere Arbeitnehmer ist kontinuierliche Weiterbildung ein wichtiges Einstellungskriterium. So belegt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des ILS (Institut für Lernsysteme), dass Nachweise über aktuelle Fortbildungen die Chancen von Bewerbern der Generation 45plus bei Personalchefs deutlich erhöhen. Ob Computer-, Sprachkurs oder ein Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung – man lernt nie aus und für eine Zusatzqualifikation ist es nie zu spät.


Weiterbildung für den Job

Über 33 Milliarden Euro investieren deutsche Firmen Jahr für Jahr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Im Fokus stehen dabei oft Arbeitnehmer in den sogenannten „besten Jahren“, denn diese haben Jüngeren so einiges voraus. Im Arbeitsalltag können sie aus einem breiten Erfahrungsschatz schöpfen, sie verfügen über gut aufgebautes Fachwissen und bringen in Stresssituationen mehr Ruhe und Gelassenheit mit. Aber auch ihre hohe Motivation und Loyalität machen die Generation 45plus zu gern gesehenen Arbeitnehmern. Signalisieren diese dann darüber hinaus noch die Bereitschaft zu einer beruflichen Weiterbildung, profitieren sie gleich doppelt: Im Job gibt es mehr Verantwortung und anspruchsvollere Aufgabe und nicht selten macht sich eine Weiterbildung dann auch auf dem Gehaltszettel bemerkbar.


Bedarf im Gespräch ermitteln

Was für eine Weiterbildungsmaßnahme sinnvoll ist, muss jeder für sich und am besten zusammen mit dem Arbeitgeber entscheiden. Werden im Unternehmen beispielsweise neue Technologien oder Computerprogramme verwendet, ist es ratsam, sich mit der Technik vertraut zu machen. Expandiert ein Arbeitgeber ins Ausland, empfehlen sich Sprachkurse, um mit Kollegen und Geschäftspartnern in anderen Ländern kommunizieren zu können. Für Arbeitnehmer, die von gesundheitlichen Probleme wie Rückenschmerzen oder Verspannungen geplagt werden, sind Sportprogramme, Fitnesskurse oder Rückenschulungen eine gute Wahl.


Die eigene Karriere selbst in die Hand nehmen

Darauf warten, dass der Chef Ihnen von sich aus eine Weiterbildungsmaßnahme oder Bildungsurlaub anbietet, sollten Sie jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: oft lohnt es sich, wenn Sie selbst die Initiative ergreifen und in der Chefetage regelmäßig nach Weiterbildungsmöglichkeiten fragen. Denn wer selbst aktiv wird und zusätzliche Lernbereitschaft signalisiert, zeigt gerade, wenn

er zur Generation 45plus gehört, dass er hochmotiviert ist und noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehören will. Übrigens: Wird im Unternehmen derzeit kein Geld für Fortbildungen lockergemacht, können Arbeitnehmer über 45 Jahren, die in einem Betrieb mit weniger als 250 Mitarbeitern beschäftigt sind, bei der Bundesagentur für Arbeit einen Bildungsgutschein erhalten und so die Maßnahme finanzieren.


Ab auf die Schulbank

Um den speziellen Bedürfnissen der Generation 45plus gerecht zu werden, ist gerade in den letzten Jahren eine Vielzahl an besonderen Bildungsangeboten für diese Zielgruppe entstanden. Darunter nicht nur Ausbildungsangebote aus dem Bereich der beruflichen Bildung, sondern auch viele Kurse aus den Bereichen Kunst, Musik, Gesundheit und Sport. Besonders interessant sind diese vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten auch für Rentner und Pensionäre, die nach dem Ende der Erwerbstätigkeit oft nicht wissen, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freizeit anfangen sollen. Egal ob Malkurs oder Tanzkurs – schon ein fester Termin pro Woche kann dazu beitragen, nicht nur den eigenen Horizont zu erweitern, sondern auch etwas für sich selbst zu tun. Probieren Sie es aus! Sie werden merken, wie schnell man neue Freunde finden, die grauen Zellen auffrischen und das eigene Lebensgefühl steigern kann!


Quellen: Bundesagentur für Arbeit, ILS


Stadtmagazin Landshut Regensburg