Rückenfit und vital bis ins hohe Alter

Holz hacken, Gartenarbeit oder sportliche Betätigung: Vieles, was in jungen Jahren noch problemlos funktioniert, wird mit zunehmendem Alter oft zur schmerzvollen Herausforderung. Viele ältere Menschen verbringen einen Großteil ihres Tages mit inaktiven Tätigkeiten wie Fernsehen. Hier liegt der Fehler, denn durch diesen Bewegungsmangel erleiden Rücken und Gelenke einen zusätzlichen Schaden. Warum es so wichtig ist, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, und wie eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Pflege sozialer Kontakte gegen Rückenschmerzen vorbeugen können, verraten wir auf den nächsten Seiten.


Foto: Thermaplast

Beweglich bleiben, ein Leben lang

Dass mit steigendem Alter die Bewegungsfähigkeit nachlässt und die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zunehmen, ist eine natürliche Entwicklung, die wir akzeptieren müssen. Doch auch wenn wir diesen natürlichen Alterungsprozess nicht verhindern können, lässt er sich verlangsamen. Gemäß dem Motto „Wer rastet, der rostet“, sollte deshalb so lange wie möglich regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden. Werden Muskeln und Gelenke regelmäßig bewegt, wirkt das wie eine kleine Massage. Verspannungen werden gelockert, die Durchblutung wird angeregt und Schmerzen lassen nach.


Bewegungstipps für einen gesunden Rücken

Ein besonders rückenfreundlicher Sport ist Reiten. Egal ob im Schritt, Trab oder Galopp – wenn man auf dem hochgewachsenen Vierbeiner sitzt, muss sich der Körper permanent an die Bewegungen des Pferdes anpassen. Bauch- und Rückenmuskeln werden kontinuierlich beansprucht, was den Halteapparat stützt, langfristig die Wirbelsäule entlastet und Rückenschmerzen vorbeugt. Auch Schwimmen sowie Aquagymnastik bieten viele Vorteile und sind für Menschen jeden Alters geeignet. Durch den Wasserwiderstand muss man zwar mehr Kraft aufwenden, Wasser trägt aber einen Großteil des Körpergewichts und entlastet Rücken und Gelenke. Das ermöglicht nicht nur ein effektives Training, sondern ist auch besonders schonend für den gesamten Körper.


Rückengesund ernähren

Mit dem Alter eines Menschen verändert sich auch sein Körper und die Ernährung muss an die neuen Bedürfnisse angepasst werden. Muskelabbau, ein verlangsamter Stoffwechsel und häufige Sitztätigkeiten führen zu einem verringerten Grundumsatz. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, reichlich Ballaststoffen, Fisch und magerem Fleisch sowie wenig Fett und Zucker hilft, Übergewicht und somit eine zu starke Belastung von Bandscheiben und Gelenken zu vermeiden. Um Osteoporose vorzubeugen, sollten außerdem kalziumreiche Nahrungsmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse in den Speiseplan integriert werden. Ein Trinkfahrplan mit Trinkprotokoll kann Menschen mit einem verringerten Durstempfinden helfen, diesem entgegenzuwirken. Das Plus an Flüssigkeit macht die Bandscheiben wieder elastischer und unterstützt Stoffwechsel und Verdauung.


Rückengerechtes Umfeld schaffen

Wer sein tägliches Umfeld rückenfreundlich gestaltet, tut seinem Rücken etwas Gutes und unterstützt ihn dabei, länger mobil und schmerzfrei zu bleiben. Gerade weil wir rund ein Drittel unseres Lebens schlafend verbringen, können rückengerechte Betten einen wichtigen Beitrag zur Rückengesundheit leisten. Entscheidend ist, dass Unterfederung und Matratze individuell auf den Schläfer abgestimmt sind. Mindestens genauso wichtig ist das richtige Schuhwerk. Täglich bringen unsere Füße Höchstleistung. Tragen wir ungeeignete Schuhe, die keine aktive, natürliche Bewegung des Fußes ermöglichen, kann das zu Verschleißerscheinungen der Gelenke und Rückenbeschwerden

führen. Besonders rückenfreundlich sind Schuhe mit einer weichen, elastische Sohle, die für eine optimale Druckverteilung sorgt. Sie verhindern unangenehme Belastungen und reduzieren Stöße auf die Wirbelsäule.


Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Um Rücken-Probleme und Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen und rechtzeitig behandeln zu können, sollten die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen wahrgenommen werden. Doch nicht nur die ärztliche Kontrolle dient der eigenen Gesundheit. Einen großen Stellenwert haben auch das sorgfältige Beobachten des eigenen Körpers und das Erkennen von Veränderungen. Achten Sie auf sich und Ihren Körper.


Mobil bleiben

Die Pflege sozialer Kontakte ist in jedem Alter wichtig und gerade älteren Menschen kommen diese doppelt zu Gute, denn sie tragen nachweislich dazu bei, das Demenz-Risiko zu senken. Ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, kann ein Rollator helfen, selbstständig das Haus zu verlassen, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Dazu müssen die praktischen Begleiter jedoch ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Für eine komfortable Fortbewegung sind Gehhilfen mit geringem Gewicht, individuellen Anpassungsmöglichkeiten und einer Ankipphilfe die richtige Wahl.


Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V.



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