Am 21. Juni ist Tag des Schlafens

Der 21. Juni, der längste Tag im Jahr, ist der "Tag des Schlafes". Er wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig Schlaf für die Gesundheit ist. Noch wissen Forscher längst nicht alles über diesen geheimnisvollen Zustand, aber nach und nach kommen immer mehr Fakten aus der Dunkelheit ans Licht.


Schlaf: Die Qualität ist entscheidend

Dauerhaft weniger als sieben Stunden Schlaf sind nicht empfehlenswert. Entscheidend ist aber nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Schlafqualität. Theoretisch ideal ist natürlich eine Schlafeffizienz von 100 Prozent: Also von zehn Stunden, die man im Bett liegt, auch zehn Stunden zu schlafen. Realistisch ist aber eine Schlafeffizienz von 85 Prozent: Also nur 15 Prozent der Zeit, in der man im Bett liegt, wach zu sein. Wer zehn Stunden im Bett liegt, aber nur sieben davon schläft, hat eine niedrige Schlafeffizienz von 70 Prozent. Ergo: Nicht derjenige, der am frühesten ins Bett geht oder am spätestens aufsteht, ist am nächsten Tag am meisten erholt: Unterm Strich zählt die Summe der geschlafenen Stunden.

Diese Tipps & Tricks helfen, das Einschlafen zu erleichtern und besser durchzuschlafen:

  • Wer nach 30 Minuten immer noch keinen Schlaf gefunden hat, sollte sich nicht mehr herumwälzen, sondern aufstehen und z. B. in einen anderen Raum gehen, ein Buch lesen etc.

  • Ideal für einen gesunden Schlaf ist eine Zimmertemperatur zwischen 18,5 und 20 Grad Celsius. Während Füße und Körper warm gehalten werden sollten, sollte der Kopf auch im Winter immer eher kühl bleiben.

     

Die Matratze: Auch die Richtige kommt es an

Etwa 24 Jahre seines Lebens verschläft jeder Mensch, also rund ein Drittel seines Lebens. Das sind 210.240 Stunden insgesamt. Deshalb sollte bei der Matratze unbedingt auf Qualität geachtet werden. Aus hygienischen Gründen sollte sie aber auf alle Fälle nach acht Jahre ausgewechselt werden. Achten Sie auf folgende Kriterien:


  • Zuerst verschiedene Matratzentypen ausprobieren, mindestens fünf Minuten in allen Positionen Probe liegen und dabei vor allem die Schlafstellungen einnehmen, die man normalerweise bevorzugt. Die Matratze muss zwei Bedingungen erfüllen: Sie muss sich der Körperform anpassen und sie muss die richtige Festigkeit haben.

  • Womit wir bei der Frage weich oder hart wären. Noch immer herrscht das Vorurteil, dass es sich auf besonders harten Matratzen gesünder schlafen lässt. Jedoch stammt diese Aussage aus einer Zeit, in der es noch keine so ausgeklügelten Bettensysteme gab wie heute. Die Härte der modernen Matratzen wird auf das jeweilige Körpergewicht des Menschen ausgerichtet. Sprich: Für Menschen, die etwas schwerer sind, eignen sich eher härtere Matratzen, leichtere Personen sollten dafür zu einer weicheren Variante tendieren.

  • Wie bereits erwähnt sollte sich die Matratze dem Körper anpassen. Das Gefühl, dass man komfortabel liegt, entsteht nur, wenn die Körperform durch die Matratze abgebildet wird. Die Unterlage muss sich also der Figur anpassen können und nicht umgekehrt. Nur so kann die Wirbelsäule in ihre natürliche Form gebracht und die Bandscheiben druckfrei gelagert werden. Wesentlich ist dabei, dass die Matratze dort nachgibt, wo schwere Körperteile, wie Schulter und Becken einsinken müssen. Und trotzdem andere Stellen - wie den unteren Rücken - stützt und nicht zu sehr untergehen lässt.

  • Gibt es DAS richtige Material für die perfekte Matratze? Kurzum: Je nach Körperbau, Geschmack, Wohnverhältnissen, Schlafklima und eigenem sensitivem Empfinden muss die optimale Matratze von jedem individuell gefunden werden. Alle am Markt gängigen Materialien können diese Anforderungen erfüllen. Egal ob Federkern, Latex, Kaltschaum, Wasserbett oder Boxspring-Matratze – erlaubt ist was gefällt bzw. was sich eben gut anfühlt.

Bettdecke und Kissen: Wichtig für guten Schlaf

Bettdecken und Kopfkissen sollten regelmäßig erneuert werden. Bei Decken reicht es, wenn Sie nach acht bis zehn Jahren eine neue anschaffen, das Kissen sollten Sie bereits nach drei bis fünf Jahren wechseln. Bei der Neuanschaffung von Kissen und Bettdecken sollten Sie jedoch ein paar Dinge beachten:

  • Die meisten von uns sind noch immer quadratische Kissen gewöhnt (80 x 80 cm), dabei sind schmale Kissen (40 x0 80 cm) zu bevorzugen. Sie sorgen dafür, dass der Kopf oben am Bettende ruht. Beim quadratischen Kissen passiert es oft, dass auch die Schulter darauf liegt – dadurch knickt die Wirbelsäule ab und verhindert eine gute Durchblutung.

  • Am beliebtesten sind Kissen mit einer Füllung aus Gänse- und Entenfedern. Die Federn können den Kopf dank ihres Kiels gut stützen – dieser entfaltet sich nach jedem Positionswechsel wieder selbstständig. Damit man weicher liegt, mischen Hersteller Daunen darunter. Kunstfaserkissen mit Polyester oder Schaumstoff fühlen sich fester an und eignen sich, weil gut waschbar, für Allergiker. Manche bevorzugen Kissen mit Kamelhaar oder Schurwolle, da diese viel Feuchtigkeit aufnehmen können – allerdings sind Naturhaare nicht waschbar. Im Fachgeschäft lässt sich die Füllmenge individuell bestimmen. Beim Preis schneidet Kunstfaser am besten ab, sie ist aber nicht so langlebig, da die Füllung rasch verklumpen kann.

  • Bei der Bettdecke sollte auf die eigene Körpergröße geachtet werden. Menschen bis 1,80 Meter reicht in der Regel das Standardmaß 135 x 200 cm, größere sollten das Komfortmaß 155 x 220 cm wählen.

  • Beim Material der Bettdecke kommt es auf die eigenen Bedürfnisse und den Geldbeutel an. Gute Daunendecken kosten ab 300 Euro, Synthetikware, etwa aus Polyester, bekommt man ab etwa 50 Euro. Früher wurde Allergikern von Daunen abgeraten – diese Empfehlung gilt als überholt. Die hochwertigen, großflockigen Daunen gelten als besonders leicht, wärmend und strapazierfähig. Das Material eignet sich für Menschen, die leicht frieren, und auch für starke Schwitzer, da Daunen im Vergleich zu Synthetik Feuchtigkeit besser aufnehmen. Wer häufig mit kalten Füßen ins Bett geht, fühlt sich unter Daunen wohler, da sich die Wärme sofort entwickelt. Rheumatiker wählen oft eine Decke mit Schafschurwolle oder Kamelhaar. Wildseide ist leicht kühlend und atmungsaktiv – das ideale Material für eine Sommerdecke.

  • Apropos Sommer: Je nach Jahreszeit, kann eine Sommer- oder Winterdecke verwendet werden. Winterdecken wiegen 700 bis 1000 Gramm, Sommerdecken für heiße Nächte etwa 150 Gramm. Zwingend notwendig ist dies jedoch nicht. Menschen, die in gleich­mäßig temperierten Räumen schlafen, kommen gut mit einer Ganzjahresdecke und einem Füllgewicht von 400 bis 600 Gramm zurecht. Übrigens: Schwerere oder ballon­artige Oberbetten wärmen nicht besser, im Gegenteil: Je voluminöser eine Decke, desto weniger schmiegt sie sich an den Körper an; nach dem Drehen liegt so der Rücken frei. Daher raten Fachleute auch von sogenannten Kombibetten ab: Bei diesen knüpft man in kühlen Nächten eine Sommer- und eine Winterdecke zusammen. Tipp: Besser in zwei Bettdecken investieren.

(Quelle/Fotos djd, Verbraucherzentrale)


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