Haarausfall: Die Ursachen und was man dagegen tun kann

Anfangs waren es einfach nur ein paar Haare mehr in der Bürste - morgens nach dem Kämmen. Doch mit der Zeit wurden einige Stellen am Kopf immer lichter und die Befürchtung, die man schon eine gewisse Zeit hegte, bewahrheitete sich: Haarverlust, in der Fachsprache Alopezie genannt! Diese Situation betrifft leider nicht nur Männer sondern auch immer mehr Frauen. Wenn das Haupthaar immer weniger wird, kann dies verschiedene Gründe haben. Die häufigsten Arten der Alopezie und was Sie dagegen tun können, haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt.


Quelle: djd, fotolia. weniger-haarausfall.de

Verliert man täglich mehr als 100 Haare und das über einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen, sollte man einen Hautarzt aufsuchen. Dabei werden verschiedene Arten von Haarausfall unterschieden. So vielseitig Haarausfall ist, so vielseitig sind auch die Diagnosen und entsprechende Therapien. Wir klären auf

Ein anlagebedingter Haarausfall ist hormonell oder erblich bedingt. Er tritt bei Männern meist zunächst an den Schläfen und der Stirn auf und sogenannte Geheimratsecken entstehen, während später auch dünnes Haar am Hinterkopf entsteht. Bei der Frau werden die Haare immer dünner und lichten sich primär im Scheitelbereich. Ursache für die sogenannte androgenetische Alopezie sind verkürzte Wachstumsphasen der Haare, die auf eine Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron zurückzuführen sind. Durchblutungsfördernde Kopfhautmassagen, Nahrungsergänzungsmittel und angepasste Pflegeprodukte können erblich bedingten Haarausfall hinauszögern. Auch Wirkstoffe wie Alfatradiol können helfen, um die Haarwurzel wieder zur Bildung neuer Haare anzuregen.

Bei einem diffusen Haarausfall ist der Verlust der Haare nicht auf ein bestimmtes Areal des Kopfes eingegrenzt. Ein diffuser Haarausfall hat zur Folge, dass das Haar am ganzen Kopf ausdünnt. Er wird meist als vorübergehende Störung angesehen, sodass nach der Behandlung der Haarausfall gestoppt werden kann. Ursache ist eine Schädigung der Haarwurzeln, die beispielsweise aufgrund von Infektionskrankheiten oder Schilddrüsenstörungen entstehen kann. Auch hormonelle Veränderungen, wie beispielsweise die Wechseljahre, können einen diffusen, temporären Haarausfall verursachen. Da in all diesen Fällen der Haarausfall häufig erst zwei bis drei Monate später zu bemerken ist, wird oft kein direkter Zusammenhang hergestellt. Wichtig ist hier das natürlich Haarwachstum wieder zu stimulieren und das Haar zu kräftigen.

Als kreisrunder Haarausfall bezeichnet man die meist runden haarlosen Flächen, die bevorzugt am Hinterkopf oder an den Seiten des Kopfes auftreten. Bis heute ist die genaue Ursache des kreisrunden Haarausfalls noch nicht bekannt. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann es sich um eine Autoimmunkrankheit handeln, das heißt: Aus bisher ungeklärten Gründen richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen. Die Therapie des kreisrunden Haarausfalls gehört in die Hände eines Arztes.

Eine, häufig aus dem kreisrunden Haarausfall entstehende, extreme Form, ist die Alopecia totalis bzw. universalis, bei der alle Kopf- oder sogar die kompletten Körperhaare verloren gehen. Die Ursachen sind auch hier weitgehend unklar. Nach derzeitigem Stand der Forschung handelt es sich auch hier um eine Autoimmunerkrankung. Dass etwa Stress oder Vererbung bei der Erkrankung eine Rolle spielen, ist nicht wissenschaftlich belegt. Neben einer ärztlichen Behandlung können hier Perücken aus Echt- oder Kunsthaar wieder mehr Lebensqualität bringen.


So schützen Sie Ihr Haar

Es gibt einige Dinge, die übermässigen Haarverlust vorbeugen können:

  • Kein intensives Kämmen, Toupieren oder Gummibänder

  • Keine aggressiven, stark parfümierten Produkte

  • Keine tägliche Haarwäsche

  • Kein trocken Rubbeln nach der Haarwäsche

  • Kämme und Bürsten mit abgerundeten Borsten verwenden

  • Keine Lockenwickler

  • Häufige Kopfhautmassagen fördern die Durchblutung





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